Hundepsychologe Thomas Riepe

Verstehen und Kommunikation!

Mein Konzept ist eigentlich denkbar einfach: Ich setze auf die Kommunikation zwischen Mensch und Hund, auf ein gegenseitiges Verstehen zwischen zwei Spezies, die normalerweise die besten Freunde sind, wenn die Kommunikation klappt.

Der Hund ist zwar kein Wolf mehr, aber er stammt dennoch von diesem ab. Erst seit zehntausend bis hunderttausend Jahren leben Mensch und Wolf als Mensch und Hund zusammen. Allerdings ist die Tierart Wolf viele Millionen Jahre alt und hat in dieser Zeit eine umfangreiche (wortlose) Kommunikation mit seinen Artgenossen entwickelt. Diese nun seit Millionen von Jahren genetisch fixierte Kommunikation hat der Wolf nicht vollständig verloren, als er sich in einigen tausend Jahren zum Hund entwickelte. Allerdings hat er die wölfische Kommunikation nicht mehr so stark benötigt und sich zusätzlich an der menschlichen orientiert. Da der Hund in einer völlig anderen Umwelt lebt als der Wolf, hat er gelernt, Menschen so gut es eben geht zu verstehen. Zusätzlich haben Hunde gelernt, den Menschen als Sozialpartner zu sehen, mein Eindruck ist sogar oft der, dass Menschen den Hunden als Sozialpartner lieber sind als Artgenossen. Der Hund ist also nicht mehr wirklich ein Wolf, ein Tier, welches scheu ist und eine unheimliche Angst vor Menschen hat. Nein, der Hund ist ein Tier, welches nicht nur keine Angst vor Menschen hat, sondern diese “braucht”.

Trotzdem darf man nie vergessen, dass viele Dinge, die ein Hund macht oder wie ein Hund sich “ausdrückt", Teil seines wölfischen Erbes sind. Wenn man versteht, wie Wölfe UND Hunde ticken, ist man schon ein gutes Stück näher an einer guten Verständigung.

Ich sehe meine Aufgabe darin, dem Hundebesitzer zu vermitteln, wie ein Hund denkt und wie er kommuniziert. Denn Verstehen und Kommunikation sind die ersten Schritte auf dem Weg vom “Problemhund” zum “entspannten Kumpel und Hausgenossen”...